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Trotz ihrer frühzeitigen Aufnahme an die Pfalz-Graf-Rudolf
Universität, wo sie ihren Förderer Prof. Dr. Linsenhoff innerhalb
kürzester Zeit überflügelte, gelang ihr der Durchbruch erst jetzt.
Mitverantwortlich waren erneut die Unwägbarkeiten der Weltpolitik.
Das geniale Unterfangen unter den Längen- und Breitengraden
nach Tierarten zu suchen, verunmöglichte lange Zeit der kalte
Krieg, da die Amerikaner die Längen, die Sowjets die Breitgrade
für sich beanspruchten, und keine Seite bereit war Ausländer in
Ihrem Gebiet graben zu lassen.

Als die Mauer fiel und die Welt in den Freudentaumel verfiel, der bis
heute ungebrochen anhält, kam es zu einer weiteren Erschwerung der
Forschung auf diesen heiklen Terrain: Hedonistische Feiermenschen,
die um jeden Preis dem Zeitgeist des "Rausch" entsprechen wollten,
versteckten ihre aus niederen Beweggründen veranstalteten Exzesse des
Alkohol-und Drogenkonsums hinter dem angeblichen Ziel neue Breiten- und
Breitheitsgrade ergründen zu wollen. Die Gradforschung geriet
in Verruf - und mit Ihr die Archäopaleontologie-Biologin Holz.

Doch emsig, ständig im Ruf der wissenschaftlichen Lächerlichkeit,
ging sie ihren Weg. Ein Weg, der für die gesamte Wissenschaft
von epochaler Bedeutung, für die Wahrheit eine Revolution ist.
Es ist zu erwarten, das der Name Holz bald eingereiht wird, in
die Namen der großen deutschen Familien, wie der der Manns,
der von Weizäckers und der Aldis. Die neu entdeckten, leider
jedoch ausgestorbenen Tierarten werden noch einigen da oben
zu denken geben! A.K. Holz hat nun den Ruhm, hat das Recht.

Für ihre Kollegen von einst, hat sie heute allerdings nur
noch das höhnische Lachen der Verachtung übrig. "Hahaha!",
so die Wissenschaftlerin. Eine typische Belgierin, die
fälschlicher angab eine indische Froschart entdeckt zu haben,
ist A.K. Holz egal. "Kenn ich schon lange, war mir nur zu öde
für mein Buch." Für die britischen Forscher des Projekts
"Zensus des Lebens", die erfolglos nach unbekannten Spezies
im Meer suchen, bleibt der ruhmreichen Wahlfrankfurterin nur
Verachtung übrig: "Im Meer! Da können die ja lange suchen!"

Wer wird es ihr verübeln? Zumindest nicht die Finanzmarktjongleure,
der internationalen Bankelite. Denn die Entdeckungen von Holz
haben Euphorie ausgelöst an den Börsen. Ein Händler auf dem Parkett
in Frankfurt meinte: "Dies sind die Bretter die die Welt bedeuten!".
Ein anderer: "Darf ich um ein Tänzchen bitten?"